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Lukas Kling blickt nach vorne: Der Weg der Oldschdod in die neue Saison
26. Mai 2026Lukas Kling mit einem exklusiven Rückblick der abgelaufenen Saison
Cheftrainer Lukas Kling blickt auf eine intensive Saison zurück. Im ersten Teil unseres Interviews spricht er über schwierige Phasen, die Entwicklung der Mannschaft, den erfolgreichen Klassenerhalt und die besondere Unterstützung unserer Fans. Dabei ordnet er die vergangene Spielzeit aus seiner Sicht ein und erklärt, was für ihn hängen bleibt.
Morgen um 19:21 Uhr folgt Teil zwei des Interviews – mit dem Blick nach vorne auf die neue Saison.
Lukas, wie bewertest du die Saison insgesamt?
Das muss man ein Stück weit zweiteilen. Mit dem Endergebnis können wir zufrieden sein, auch wenn es natürlich nicht unser primäres Ziel war, überhaupt in diese Situation zu kommen. Ab der Winterpause bin ich sehr zufrieden damit, was wir an Leidenschaft, Wille und Zusammenhalt gezeigt haben. Genau das wollen wir auch in der neuen Saison wieder sehen.
Wenn du die Saison in wenigen Sätzen zusammenfassen müsstest: Was bleibt bei dir hängen?
Negativ bleiben natürlich die vielen Verletzungen hängen. Positiv sind der Klassenerhalt, der Teamspirit, die Gemeinschaft und auch die Resonanz auf die Reamateurisierung. Wenn man mit Beratern und Spielern spricht, redet jeder positiv von Bayreuth. Die Ehrlichkeit, die wir an den Tag legen, und die offene Kommunikation kommen sehr gut an, ohne daraus eine Wohlfühloase zu machen.
Die Saison hatte schwierige Phasen, aber auch eine klare Stabilisierung. Wie bewertest du die Entwicklung der Mannschaft über die gesamte Spielzeit hinweg?
Es war schwierig, gerade mit den vielen Verletzten. Sehr positiv war die Entwicklung der jungen Spieler, zum Beispiel bei Felix Schäffner, Tino Lennerth, Florian Markert oder Levi Kraus. Sie waren unter den Vorzeichen eigentlich noch eher dafür vorgesehen, langsam aufgebaut zu werden, sind dann aber relativ schnell in die Rolle von Stammspielern hineingewachsen.
Was waren aus deiner Sicht die wichtigsten Faktoren dafür, dass die Mannschaft in der entscheidenden Phase die nötigen Ergebnisse geholt hat?
Ab dem 2. Februar war der Teamspirit auf und neben dem Platz ein ganz wichtiger Schlüssel zum erfolgreichen Klassenerhalt. Dazu kam die Unterstützung der Fans, zuhause und auswärts. Die Mannschaft hat mehr gemeinsam unternommen, im Bus haben alle zusammen Spiele gespielt, ohne dabei den Fokus zu verlieren. Dieser Zusammenhalt war enorm wichtig.
Gerade zuhause konnte die Mannschaft immer wieder wichtige Spiele ziehen. Welche Rolle haben das Hans-Walter-Wild-Stadion und die Unterstützung von den Rängen gespielt?
Zuhause im Stadion, daheim vor diesen Zuschauern, Freitagabend, Flutlicht, geile Stimmung: Das pusht die Jungs. Diese Atmosphäre hat der Mannschaft sehr geholfen.
Wo hat sich die Mannschaft im Laufe der Saison am stärksten verbessert?
Vor allem bei den Heimspielen und bei der Heimstärke. Auswärts ist es uns noch nicht so gelungen, da hatten wir nur zwei Auswärtssiege. In der Rückrunde hat sich die Mannschaft aber nach Rückschlägen nicht mehr so leicht aus der Fassung bringen lassen.
Welche Themen haben dir gezeigt, dass in der Mannschaft Charakter und Zusammenhalt stecken?
Der Teamspirit ab Februar war sehr deutlich zu spüren. Die Mannschaft ist auf und neben dem Platz enger zusammengerückt. Das war ein Schlüssel zum Klassenerhalt, genauso wie die Unterstützung der Fans. Man hat gemerkt, dass die Jungs füreinander einstehen und gemeinsam durch schwierige Phasen gehen.
Wenn du selbstkritisch auf die Saison blickst: Was muss in Zukunft besser werden?
Unsere Torausbeute muss besser werden. Außerdem müssen wir schauen, dass die Verletztenliste nicht wieder so lang wird. Und natürlich wollen wir auch in der Platzierung einen Schritt nach vorne machen.
Gab es für dich einen Moment, ein Spiel oder eine Phase, die sinnbildlich für diese Saison war?
Sinnbildlich war für mich das Spiel in Aubstadt, in dem wir mit neun U23-Spielern im Kader antreten mussten. Das zeigt, dass wir den Kader eigentlich fast nie komplett zur Verfügung hatten. Komplett waren wir nur gegen Bayern und Eichstätt.
Was möchtest du den Fans nach dieser Saison sagen?
Da gibt es eigentlich nur drei Worte: ein riesiges Dankeschön. Was die Fans in diesem Jahr abgerissen haben, war außergewöhnlich. Trotz der Herausforderungen und der Ergebnisse so hinter der Mannschaft zu stehen, war für uns extrem wichtig.
Foto: Michael Ott
