
Lukas Kling mit einem exklusiven Rückblick der abgelaufenen Saison
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28. Mai 2026Lukas Kling blickt nach vorne: Der Weg der Oldschdod in die neue Saison
Im zweiten Teil unseres Interviews richtet Cheftrainer Lukas Kling den Blick nach vorne. Er spricht über den anstehenden Umbruch, die Kaderplanung, die Verzahnung mit U23 und NLZ sowie die Ziele für die neue Saison.
Lukas, nach der Saison ist der Blick schnell wieder nach vorne gerichtet. Was ist dir mit Blick auf die neue Spielzeit besonders wichtig?
Wir müssen den Umbruch gut meistern. Es wird ein Umbruch, bei dem wir Neuzugänge, junge Spieler und die U23 gut integrieren müssen. Die sehr gute Verzahnung wollen wir weiter intensivieren. Wichtig ist eine einheitliche Philosophie in Bezug auf Spielprinzipien und System, die bis in die U15 und U16 nach unten durchgegeben wird. Wenn Spieler nach oben geschoben werden, sollen sie wissen, was gefordert ist. Das soll den Sprung in die höhere Altersstufe oder in den Herrenbereich erleichtern.
Die ersten Personalentscheidungen wurden bereits bekanntgegeben. Welche Grundidee verfolgt ihr bei der Zusammenstellung des Kaders?
Wir wollen junge Wilde, gemischt mit Erfahrung, um sie wieder zu zähmen, und dazu eine Prise externe Klasse.
Es gab Vertragsverlängerungen mit Spielern, die für Kontinuität stehen, und junge Neuzugänge mit Entwicklungspotenzial. Wie wichtig ist diese Mischung?
Diese Mischung ist sehr wichtig. Die jungen Spieler sollen Gas geben, die älteren Spieler sollen sie steuern.
Was wird die Reamateurisierung in der neuen Saison konkret verändern?
Reamateurisierung ist immer ein großes Wort. Grundsätzlich wird sich verändern, dass wir nicht mehr vormittags, sondern nachmittags trainieren werden. Dadurch haben die Jungs die Möglichkeit, parallel zu arbeiten. Gleichzeitig bleiben wir professionell aufgestellt und bieten sehr gute Bedingungen, damit sich die Spieler bestmöglich weiterentwickeln können. Mit unserer neuen Partnerschaft mit dem Fitnessstudio haben wir zusätzlich die Möglichkeit, individuelle Trainingspläne an die Hand zu geben. Das betrifft vor allem die Spieler, die nicht arbeiten. Diese Pläne werden gemeinsam von Janni und dem Fitnessstudio erstellt und sollen von den Spielern gezielt umgesetzt werden.
Welche Art von Fußball soll die SpVgg Bayreuth in der kommenden Saison verkörpern?
Ich würde nicht nur von einer Art Fußball sprechen, sondern eher von Attributen. Wir wollen das Herz auf dem Platz lassen, alles geben und die Basics an den Tag legen. Der Rest ergibt sich aus dem Verlauf. Natürlich wollen wir attraktiven Fußball spielen.
Du hast dein Trainerteam weiterhin an deiner Seite. Wie wichtig ist diese Kontinuität für die tägliche Arbeit?
Das ist sehr wichtig. Wir können auf der Arbeit der vergangenen Saison aufbauen, und ich weiß, dass ich mich auf mein Team verlassen kann.
Mit der U23 und dem NLZ soll die Verzahnung im Verein weiter gestärkt werden. Welche Bedeutung hat das für dich als Cheftrainer der ersten Mannschaft?
Eine sehr große Bedeutung. Der Unterbau ist das, was den Verein aufbaut. Sonst bräuchte man auch kein NLZ, wenn man nur Spieler von außen holt. Spieler wie Schäffner, Kraus, Weimer, Dachsbacher, Koc, dazu Greisinger, Hausmann und auch Mayer mit seinen Kurzeinsätzen zeigen, welches Potenzial wir hier in Bayreuth haben.
Was erwartest du von jungen Spielern, die den Sprung in den Herrenbereich schaffen wollen?
Sie müssen lernen, demütig zu bleiben, die Arbeit anzunehmen und nicht schon auf Wolke sieben zu schweben, nur weil sie dabei sind. Rückschläge sind normal. Wer alles reinhaut und alles gibt, hat eine Chance. Wer das Gegenteil macht, kann aber auch schnell wieder raus sein.
Wo siehst du die größten Entwicklungspotenziale im bestehenden Kader?
Im Offensivbereich, weil wir uns in der Spitze mit einem klassischen Stürmer verstärkt haben und uns auch auf den Außenbahnen gut verstärken werden.
Was muss in der Vorbereitung passieren, damit die Mannschaft gut in die neue Saison startet?
Wir müssen verletzungsfrei bleiben, zu einer Einheit zusammenwachsen und die genannten Dinge an den Tag legen.
Welche Botschaft möchtest du den Fans mit Blick auf die kommende Saison mitgeben?
Macht weiter so. Das pusht die Mannschaft enorm.
Wie schwierig ist es, kurzfristige sportliche Ziele mit langfristiger Entwicklung zu verbinden?
Das ist schon schwierig, weil Fußball ein Tagesgeschäft ist und man kurzfristige Ziele hat. Wenn man aber langfristig arbeitet, kann man kurzfristige Ziele schneller wegstecken. Unser Fokus liegt eher auf dem langfristigen Weg. Natürlich wollen wir attraktiven Fußball für die Fans spielen und mit dem Abstieg frühzeitig nichts zu tun haben. Aber wir verfolgen einen langfristigen Plan mit den jungen Spielern, um in einer möglichen Qualifikationsrunde bei der Regionalliga-Reform die ersten acht Plätze zu erreichen.
Wie ist der Stand der Kaderplanung?
Wir konnten einige Leistungsträger halten und auch den einen oder anderen Neuzugang gewinnen. Bis zum 31. August ist das Transferfenster offen, so lange werden wir wahrscheinlich auch arbeiten. Das Grundgerüst steht aber, und damit bin ich sehr zufrieden.
Was macht für dich einen Spieler aus, der zur Oldschdod passt?
Das Team steht über allem. Da muss man sich ein- und unterordnen. Ein Spieler muss vom Profil und vom Charakter in die Truppe passen und sich einbringen.
Damit ist klar: Die Oldschdod geht mit einer klaren Idee, viel Entwicklungspotenzial und dem Anspruch in die neue Saison, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen.
Foto: Michael Ott
