
Torschützen
| Christopher Klaszka | 10 Tore |
| Michael Riester | 3 Tore |
| Alexander Kossmann | 3 Tore |
| Michael Eckert | 2 Tore |
| Michael Pfann | 1 Tor |
| Andreas Goss | 1 Tor |
Terminkalender
| Hassler-Nachfolger kommt aus Weiden |
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Überraschend schnell hat die SpVgg Bayreuth die nach dem Abgang von Torwart Oliver Hassler entstandene Lücke zwischen den Pfosten schließen können. Und das auch noch ziemlich hochkarätig.
Von der SpVgg Weiden kommt der dort in Ungnade gefallene Keeper Florian Schürenberg zu den Altstädtern. Der Fußball schreibt mitunter seine eigenen Geschichten. Die des neuen Bayreuther Keepers gehört dazu. Der 24jährige Schürenberg, in Nürnberg wohnhaft, stand anfangs der letzten Saison noch beim Zweitligisten FSV Frankfurt im Kader. Nach dem Aufstieg aus der Regionalliga kam er in der Bankenmetropole allerdings nicht mehr zum Zug und veränderte sich vom Bornheimer Hang ans Weidener Wasserwerk. In Weiden avancierte Schürenberg zu einem der Aufstiegsgaranten, ehe er in der Vorbereitung dieser Saison überraschenderweise aufs Abstellgleis geriet. Er verletzte sich, die Oberpfälzer verpflichteten den letztjährigen Altstädter Jonas Sela, der fortan im Kasten stand. Auch als Sela nach drei gegentorträchtigen Auswärtsspielen im Oktober seinen Platz räumen musste, kam Schürenberg nicht mehr zum Zug. Vielmehr wurde dem Studenten der junge Patrick Rösch vorgezogen. Eine leidvolle Erfahrung für den erfolgsverwöhnten Schürenberg, der offen zugibt: "Es war zuletzt eine harte Zeit für mich, da ich genau wusste, dass ich keine Chance mehr bekommen werde. Das schlimme für mich war, dass ich nie richtig wusste, weshalb." Auf der anderen Seite legten die Weidener dem Torwart auch keine Steine in den Weg. Der Vertrag wurde aufgelöst, weshalb Schürenberg ablösefrei nach Bayreuth wechseln kann. Schon im Vorjahr bestand zwischen den Altstädtern und Schürenberg kurzzeitig Kontakt. Vor seinem Wechsel nach Weiden flirteten die Gelb-Schwarzen mit dem Vater einer Tochter, dessen Frau Damaris demnächst ihr Grundschullehramtsreferendariat beginnt. Schürenberg gab zum damaligen Zeitpunkt der sportlichen Perspektive und dem - das gibt er offen zu - finanziell attraktiveren Angebot aus der Oberpfalz den Vorzug. Kaum ein Jahr später doch noch der Wechsel nach Bayreuth. Wie kam es? Einmal mehr suchten die Verantwortlichen den Kontakt zu dem privat eher ruhigen Zeitgenossen. "Es hat mir alles sehr gut gefallen. Wichtig ist mir jetzt, den Spaß am Fußball zurückzubekommen. Der ging mir im letzten halben Jahr schon gewaltig ab." Die Entscheidung pro Bayreuth fiel auch aufgrund der Hartnäckigkeit, mit der sich die Macher um den gebürtigen Münchener, der in Augsburg aufgewachsen ist (Heimatverein TSG Augsburg) bemühten. "Die Gespräche mit Wolfgang Mahr und dem Trainer waren sehr positiv" so Schürenberg, der an der Fernuniversität Düsseldorf Sportfachwirt studiert und das Studium 2011 abschließt. Seine ersten fußballerischen Sporen verdiente sich der Schlussmann nach seiner Jugendzeit beim SC Feucht. Im Jugendbereicht kickte der damals in der Schwabenauswahl aktive Schürenberg unter Trainer Reinhold Hintermaier bei Greuther Fürth, Erlangen-Bruck und der SG Quelle Fürth - kurz nach seinem Wechsel nach Fürth zog die Familie nach Nürnberg. An der Seite des heute beim TSV 1860 Rosenheim aktiven Ex-Profis Peter Martin bestritt der damals 19jährige seine ersten beiden Regionalligaspiele - damals auch im Trikot der Feuchter: Altstadt-Routinier Ingo Walther, Manndecker Christian Vitzethum und der Ex-Bayreuther Markus Haushahn. Nach dem finanziellen Kollaps in Feucht wechselte Schürenberg zum SC Pfullendorf ("Eine sportlich super Zeit"), bei dem er hinter Kult-Keeper Ralf Hermanutz unter dem heutigen Lauterer Trainer Marco Kurz und Michael Feichtenbeiner vier Spiele absolvierte. Aus der badischen Provinz zog es den bodenständigen Nürnberger schließlich nach Frankfurt zum dortigen FSV. Mit dem Blau-Schwarzen stieg Schürenberg in die zweite Liga auf, bestritt 13 Spiele. "Das war natürlich eine riesige Erfahrung" meint er rückblickend. Auch wenn er nur wenig spielte. Nach sechs Spielen beerbte er den oftmals fahrig wirkenden Kenneth Kronholm im Tor, agiert dann bis zur Winterpause nahezu fehlerfrei. Trainer Thomas Oral und die Verantwortlichen bemühten sich um einen neuen Keeper und der Traditionsverein verpflichtete Patric Klandt, Reservekeeper bei Hansa Rostock. Klandt, noch heute in Frankfurter Diensten und einer der Topkeeper der zweiten Bundesliga, stand fortan im Kasten, Schürenberg hatte keine Chance mehr. Da er mittlerweile verheiratet war und das erste Kind auf dem Weg war - Tochter Emily wird im Februar ein Jahr, entschloss sich der damals 23jährige zu einer Rückkehr in die Heimat. "Anfangs war es in Weiden schon gut" meint er heute. Bis er sich in der Vorbereitung verletzte und fortan nicht mehr zum Zug kam. "Eine schwere Phase" sagt er. Nicht nur deswegen hofft er darauf, in Bayreuth wieder die nötige Konstanz vorzufinden. "Ich hoffe, dass das mit den Finanzen bald wieder besser aussieht" meint er, der zunächst nur bis zum Saisonende in Gelb-Schwarzen Diensten steht. Er macht aber keinen Hehl daraus, "dass ich eigentlich schon gerne längerfristig hier bleiben würde." Text und Foto: Andi Bär |
| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 19. Januar 2010 um 16:52 Uhr |
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