Kooperation mit dem 1. FCN ist in trockenen Tüchern

kooperationclub_-kleinSeit dem gestrigen Donnerstag ist es nun auch schriftlich fixiert: Unsere Oldschdod und der ruhmreiche 1. FC Nürnberg werden auf breiter Ebene kooperieren. Während auf dem Kunstrasenplatz des HaWaWi ein erster gemeinsamer Sichtungstag stattfand, tüteten die Verantwortlichen beider Clubs die Zusammenarbeit in den Katakomben den Stadions ein. Auf unserem Bild von links: Dieter Nüssing, Rainer Zietsch, Heinz Riedel, Dr. Wolfgang Gruber, Christian Wedlich.

Ab sofort werden im gesamten Jugendbereich bis zur U 23 Talente gemeinsam und möglichst heimatnah gefördert. „Die Besten kommen dann zu uns“, so der Sportliche Leiter des Club-Nachwuchsleistungszentrums, Dieter Nüssing, der zusammen mit Koordinator Rainer Zietsch aus Nürnberg angereist war. In den Vordergrund der Bemühungen soll dabei eine zentrale Ausbildung gerückt werden, die die Belastungen der Jugendlichen möglichst gering hält - und von der beide Vereine profitieren werden. Auf der einen Seite werden die herausragenden Talente (Dr. Wolfgang Gruber: "Die können wir so und so nicht halten. Das wäre vermessen") zum Club wechseln auf der anderen Seite werden hochtalentierte Jungspunde in Bayreuth bleiben können ehe sie im B-Jugendbereich dann - das nötige Potenzial vorausgesetzt - nach Nürnberg wechseln.

Vorteil für unsere Oldschdod: Diejenigen, die dann beim Club die A-Junioren verlassen und den Sprung in die U 23 (Regionalliga) nicht schaffen, sollen zunächst einmal in Bayreuth ihr Glück versuchen. „Wenn sie das wollen“, schränkte Wolfgang Mahr, ein. "Bayreuth wird da unsere erste Alternative sein" so Nüssing. Die beiden altgedienten Recken präsentieren sich einmal mehr bester Laune (siehe Bild unten).

nuss-wmVorstandssprecher Dr. Wolfgang Gruber zollte den Club-Verantwortlichen ein dickes Dankeschön: „Es ist für uns als neue Vorstandschaft ein riesiger Vertrauensvorschuss. Wir verstehen uns als aktiver Partner und hoffen, dass wir das, was wir gerade mit dem Club machen, auch nach unten weiter geben können.“ Man solle sich endlich von der Vereinsmeierei verabschieden, denn nur so könne man den Fußballsport in Bayreuth weiter bringen. „Das ist eine Riesenchance für uns.“ Das wichtigste bei solchen Symbiosen im Fußball ist allerdings die Nachhaltigkeit - die von beiden Seiten betont wurde. Auch Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl zeigte sich angetan von der Kooperation und der "neuen" Spielvereinigung. "Nach den neuen Strukturen als erstem Schritt folgt jetzt die Sicherung des sportlichen Potenzials" so der oberste Bayreuther "und das ist ein spannendes Potenzial." Er selber stellte klar, dass er als Stadt Bayreuth überzeugt ist, dass die "wichtige Sportmarke SpVgg erhalten wird und zu stärken ist." Und ließ deutliche Worte folgen: "Wir müssen alle an einem Strang ziehen, dann klappt das auch!"

Text und Fotos: Andi Bär

 

 

 

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