Terminkalender

03.03.2012 15:00 Uhr (A) 1. FC Sand (23. Spieltag, LL Nord)
10.03.2012 15:00 Uhr (H) FC Kickers Würzburg (24. Spieltag, LL Nord)
18.03.2012 15:00 Uhr (A) ASV Hollfeld (25. Spieltag, LL Nord)

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Interview mit Klaus Scheer

BAYREUTH 14 Umzüge liegen hinter ihm und eigentlich hatte er seine Trainerlaufbahn bereits beendet – doch dann kam der Anruf von Wolfgang Mahr und Klaus Scheer erklärte sich schließlich bereit, die Spielvereinigung Bayreuth erneut für eineinhalb Jahre zu trainieren.

Bei Ihrem Abschied aus Bayreuth gab es einige Probleme mit der Vorstandschaft des Vereins. Warum sind Sie trotzdem zurückgekehrt?

Ich hatte zwischen 2007 und 2010 drei sehr schöne Jahre in Bayreuth und die Arbeit hat mir trotz einiger Probleme sehr viel Freude gemacht. Auch die Fans der Altstadt haben mich begeistert. Die Unstimmigkeiten mit der Vorstandschaft sind geklärt, sonst wäre ich nicht hier. Und ich bin nicht nachtragend. Ich glaube, mit dem Kader kann man einiges erreichen. Wichtig ist, dass alle mitziehen. Bayreuth wird definitiv meine letzte Station sein und ich will meine Karriere erfolgreich beenden.


Die SpVgg liegt in der Landesliga Nord vier Punkte hinter Platz 2. Glauben Sie, dass die Altstadt den Durchmarsch in die Regionalliga noch schaffen kann?
Ja, sonst hätte ich den Trainerposten in Bayreuth nicht übernommen. Es nützt nichts, wenn es heißt, der Kader ist gut. Der
Kader muss auch auf dem Spielfeld zeigen, dass er gut ist. Ich werde jetzt zunächst einmal zusammen mit den Spielern versuchen zu ergründen, an was die bisherige nicht befriedigende Entwicklung gelegen hat. Ich will den Charakter der Mannschaft kennen lernen. Dann haben wir nach dem Trainingsauftakt am 16. Januar eine relativ lange Vorbereitung, bevor es Anfang März mit dem ersten Auswärtsspiel beim FC Sand und dem anschließenden Heimspiel gegen Kickers Würzburg richtig los geht. Wir dürfen uns keine Ausrutscher erlauben, die Mannschaft muss vom ersten Spiel an funktionieren. Für die anderen Vereine sind wir der FC Bayern der Landesliga, die sind gegen uns immer hoch motiviert. Deshalb dürfen wir keinen Gegner unterschätzen und müssen in jedem Spiel das Bestmögliche versuchen. Für die Spieler muss in diesen drei Monaten Fußball die absolute Nummer eins sein.

Sie werden oft als „harter Hund“ auf dem Posten des Trainers bezeichnet. Ist da was Wahres dran?
Ich verlange schon einiges von den Spielern. Sie müssen begreifen, wie wichtig es ist, immer 100 Prozent zu geben. Als Trainer braucht man eine harte Hand und eine
klare Linie. Man muss Ziele vorgeben, kontrollieren und verfolgen. Nur so kann man etwas erreichen. Fußball ist ein Mannschaftssport, also muss sich auch jeder in den Dienst der Mannschaft stellen. Man kann
sicher auch Spaß haben, aber der Spaß kommt mit dem Erfolg. Und wenn Erfolg da ist, kommen die Leute auch wieder ins Stadion.

Wie wichtig ist Star-Neu-zugang Francis Kioyo für die Mannschaft?
Ich kann wenig über ihn sagen. Sicher hat er früher höherklassig gespielt. Er hat deshalb aber keine Sonderstellung, sondern muss bei mir, wie alle anderen Spieler auch, Einsatz zeigen und mit Leistung überzeugen.

Sind personelle Veränderungen geplant?
Der Kader ist groß genug. Ich hoffe, die verletzten Spieler stehen zum Trainingsauftakt alle wieder zur Verfügung. In der Winterpause gibt der Markt in der Regel auch nicht viel an möglichen Verstärkungen her.

Wer übernimmt den Posten des Co-Trainers?
Ich gehe davon aus, dass Alexander Hoffmann wieder mein Co-Trainer wird. Er ist mit Leib und Seele Altstädter. Mit ihm habe ich schon bei meinem ersten Engagement in Bayreuth sehr gut und vertrauensvoll zusammengearbeitet, er hat meine Philosophie mitgetragen. Das ist entscheidend für den Erfolg.

Was halten Sie von einem FC Oberfranken? Ist so etwas denkbar?
Ich denke, es ist schlecht möglich, die Kräfte in Oberfranken zu bündeln, denn jeder Verein hat seine Tradition, der er treu bleiben will. Die Spielvereinigung Bayreuth muss versuchen, auch anderweitig gute Spieler zu bekommen. Hier ist die Uni ein wichtiges Standbein, die einen Zulauf an jungen, hungrigen Spielern bringt. Und auch die Jugendarbeit ist extrem wichtig. Mit dem neuen Nachwuchs-Leistungszentrum und der Partnerschaft mit dem 1. FC Nürnberg in Sachen Nachwuchsarbeit
haben wir in Bayreuth mittlerweile eine gute Basis.
www.spvgg-bayreuth.de

Quelle: Bayreuth Journal



 

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