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Paukenschlag bei der SpVgg Bayern Hof

danielfelgenhauer-kleinMit einem Paukenschlag lässt die SpVgg Bayern Hof aufhorchen. Nachfolger des am Donnerstag nach der 0:2-Niederlage gegen den TSV 1860 Rosenheim zurückgetretenen Trainers Thomas Kost wird Daniel Felgenhauer.

Der 33jährige, aus Döhlau stammende Felgenhauer kickte einst jahrelang im Jugendbereich bei den Hofer Bayern und wechselte als damals hochtalentierte Bayernligastürmer zur SpVgg Greuther Fürth, bei der er große Teile seiner Profilaufbahn verbrachte. Unterbrochen wurde seine Zeit bei den Kleeblättlern durch zwei Bundesligajahre bei Borussia Mönchengladbach und zwei weitere Jahre bei Rot Weiß Ahlen. Nach weiteren vier Jahren bei der SpVgg Greuther Fürth wechselte Felgenhauer noch einmal für ein halbes Jahr nach Ahlen. Im Dezember löste er dort seinen Vertrag auf.

Kurios dabei: Schon im Januar buhlten die Hofer Verantwortlichen um Felgenhauers Dienste. Damals ging es um ein Engagement als Spieler für die restliche Runde. Als solchen wird man ihn jetzt vorläufig nicht sehen. Aus verbandsrechtlichen Gründen darf sich ein Fußballprofi, der im Winter seinen Vertrag aufgelöst hat, nur bis zum Ende der Wechselfrist einen neuen Verein suchen und ist dort sofort spielberechtigt. Eine Erfahrung, die auch die Altstädter Verantwortlichen machen mussten. Schließlich standen sie nach dem Ende dieser Frist kurzfristig in Kontakt mit Felgenhauer um ihn als Spieler zur Oldschdod zu holen. Jetzt, knapp einen Monat später, wird Felgenhauer doch im Hans Walter Wild-Stadion auftauchen. Beim immergrünen Oberfrankenklassiker zwischen Bayreuth und Hof am kommenden Mittwoch um 18.15 Uhr.

Das es soweit kommt, ist auch den Anhängern der SpVgg Bayern Hof geschuldet. Bei der 0:2-Niederlage gegen thomaskost-kleinRosenheim griffen sie Trainer Thomas Kost, der erst im Dezember Nachfolger des damals geschassten Michael Voigt wurde, verbal auf niedrigstem Niveau an. Kost stand über die nahezu komplette Spielzeit regungs- und ratlos an der Seitenlinie, verstand es nicht mehr seiner Mannschaft das vollends verloren gegange Selbstvertrauen einzuimpfen. Das gipfelte in bösesten Anfeindungen verschiedenster Anhänger, die ihren Höhepunkt in "Scheiß Vegetarier"-Rufen fand - eine Anspielung auf die gesunde Lebensweise die der Hofer Trainer von seiner Mannschaft einforderte. Die verbalen Ausfälle einzelner waren einer der Gründe, weshalb Kost nach nur 149 Tagen seinen eigentlich noch länger laufenden Vertrag auflöste. "Ein schwarzer Tag für den Verein" attestierte Jürgen Küspert, sportlicher Leiter bei der SpVgg Bayern Hof. Tags darauf hellte sich Küsperts Miene schon wieder auf. Mit Felgenhauer kehrt einer der unumstrittensten Publikumslieblinge zurück auf die altehrwürdige Grüne Au. Die Mission ist klar: Die nur fünf Zähler vor dem Schleuerplatzinhaber TSV Großbardorf rangierenden Hofer wollen die Klasse unbedingt halten. Ansonsten wäre die in vielen Köpfen noch nicht angekommene Fusion wohl endgültig gescheitert.

Text und Fotos: Andi Bär

 
Wolfgang Schellenberg übernimmt TSV 1860 Rosenheim

Das Trainerkarussell in der Bayernliga dreht sich auf Hochtouren. Mit einigen Überraschungen. So musste Ex-Profi Hans-Jürgen Brunner bei der SpVgg Ansbach kürzlich seinen Hut nehmen. Neben der sportlichen Negativentwicklung, in den letzten fünf Spielen unter Brunners Leitung holte der Ex-Regionalligist nur einen Zähler, gab es auch Unstimmigkeiten zwischen einigen Spielern und dem Trainer. Bis zum Saisonende wir der 36jährige Max Junger, bisher Trainer der Bezirksligareserve, die Ansbacher betreuen.

Mit einer faustdicken Überraschung lässt der TSV 1860 Rosenheim aufhorchen. Für den nach Saisonende wolfgangschellenberg-kleinscheidenden Spielertrainer Manfred Burghartswieser sollte Wolfgang Schellenberg (Foto rechts) das Kommando bei den Oberbayern übernehmen. Der 38jährige Burghausener ist seit Jahren einer der erfolgreichsten Jugendtrainer im Freistaat, betreute nach mehreren Jahren beim TSV 1860 München zuletzt zwei Jahre lang die B-Jugend des 1. FC Nürnberg. Bei beiden Vereinen gingen unzählige aktuelle Bundesliga- und Nationalspieler durch seine Schule. Wie auch schon einst beim TSV 1860 Rosenheim, deren Jugend er einst betreute: Bastian Schweinsteiger war einer der Spieler, die er im Jugendbereich trainierte. Nun die Wende. Am Mittwoch entbanden die Rosenheimer Burghartswieser nach sieben Niederlagen vorzeitig von seinen Aufgaben, Schellenberg übernimmt ab sofort.

Nach nur zwei Jahren beim SV Memmelsdorf wird Norbert Schlegel nach Saisonende als Trainer aufhören. Beim Bamberger Vorortverein stehen einige Veränderungen in der Vorstandschaft an - wohl nicht alles läuft dabei nach Schlegels Vorstellungen. Ein Nachfolger steht noch nicht fest - als aussichtsreichster Kandidat gilt der kürzlich beim FC Eintracht Bamberg entlassene Christoph Starke. Dessen ebenfalls mit entlassener Assistent Heiner Dumpert hat mittlerweile ein neues Betätigungsfeld. Für den zum Saisonende scheidenden Christoph Böger übernimmt er den SV Mönchröden. Fündig geworden ist mit der SpVgg Selbitz auch ein weiterer Landesligist. Für den aus beruflichen Gründen scheidenden Dieter Krantz übernimmt der in der Vorrunde bei der SpVgg Bayern Hof entlassene Michael Voigt in der Sommerpause das Traineramt.

ludwigpreis-kleinLudwig "Wiggerl" Preis, in den 90er-Jahren kurzzeitig auch bei unserer Oldschdod aktiv, wird in der kommenden Saison nicht mehr Trainer beim Landesligisten TSV Neustadt/Aisch sein. Der 38jährige teilte mit, dass er nach vierjähriger Tätigkeit zum Saisonende aufhören wird. Der aus Passau stammende Preis (unser Foto links) übernahm die Neustädter einst auf dem letzten Rang in der BOL liegend und führte den Club in dieser Saison noch auf den ersten Platz - der Anfang eines ungeahnten Höhenfluges. Momentan klopfen die Mittelfranken erstmals in der Vereinsgeschichte ans Tor zur Bayernliga. "Wiggerl", wie Preis allerorten genannt wird, ist auf der Suche nach einer neuen Herausforderung. Vor seiner Zeit in Neustadt war er unter dem heutigen Reutlinger Trainer Roland Seitz als Co-Trainer beim damaligen Regionalligisten SC Feucht aktiv, bei dem er auch seine aktive Spielerkarriere beendete. Der dürfte seinerseits nach Saisonende ebenfalls auf Suche nach einem neuen Betätigungsfeld sein. Derzeit ist er beim SSV Reutlingen tätig. Der beantragte kürzlich die Eröffnung des Insolvenzverfahrens, steht als erster Absteiger aus der Regionalliga Süd fest.

Text: SpVgg Bayreuth. Archivfotos: Andi Bär.

 
Heiner Dumperts neue Passion: Mönch sein

starkerheiner1 Unser einstiger Zweitliga- und Bayernligaspieler und Publikumsliebling Heiner Dumpert hat ab der neuen Saison eine neue Berufung entdeckt: Im Alter von 43 Jahren wird  der Starkenschwindner zum Mönch.

 Auf den ersten Blick eine kuriose Entwicklung. Freilich ist das alles nicht ganz so ernst zu nehmen. Vielmehr wird Heiner ab Juli den TSV Mönchröden als Nachfolger des scheidenden Christoph Böger als Trainer übernehmen - und damit zum neuen "Obermönch". Eigentlich hatte der Club aus dem Rödental geplant, den einstigen Weismainer und Lichtenfelser Trainer Clemens Zitzelsberger auf den Chefsessel zu hieven. Der sagte allerdings nach kurzem wieder ab, weshalb die Trainersuche beim Landesligisten von vorne begann. Schon im ersten Auswahlverfahren war Heiner  Dumpert, Ende der 80er Jahre einer der herausragenden Leistungsträger in unserer damaligen Mannschaft, ein ernstzunehmender Kandidat.

stefanhiltl-laut1 Dumpert, der in der Vorrunde an der Seite von Christoph Starke den Regionalligisten FC Eintracht Bamberg trainierte, kehrt damit nach kurzer Auszeit auf den Trainer-Chefsessel zurück. In Mönchröden trainiert er zum dritten Mal in seiner Karriere einen Verein federführend. Nach seiner Zeit bei seinem Heimatverein FV Giech führte er den SV Memmelsdorf aus der Bezirksoberliga in die Landesliga und etablierte die Kicker aus dem Bamberger Vorort dort. Nach eineinhalb Jahren an der Seite seines ehemaligen Memmelsdorfer Mitstreiters Christoph Starke beim Fusionsverein in Bamberg, die beiden wurden Anfang Dezember in der Domstadt entlassen, hat er damit ein neues Betätigungsfeld gefunden. „Mönchröden war und ist ein Synonym für attraktiven Fußball. Das soll auch so bleiben“, nennt er gegenüber dem Internetportal www.anpfiff.info eines seiner wichtigsten Ziele. Ob er die neue Aufgabe in der Landes- oder in der Bezirksoberliga antritt spielt dabei keine Rolle. „Beide Ligen sind attraktiv. Meine Zusage hängt nicht von der Liga, in der der TSV ab dem Sommer spielt ab.“ Derzeit rangiert der TSV Mönchröden, in seiner zweiten Saison in der Landesliga aktiv, punktgleich mit Relegationsplatzinhaber ASV Rimpar auf dem ersten Abstiegsplatz. Nur einen Zähler hinter dem FC Eintracht Bamberg 2. Bei dem trat in der Vorwoche Trainer Stefan Hiltl (Foto links) noch vor seinem ersten Pflichtspiel wieder zurück. Erst im Januar wurde der einstige Forchheimer Landesligafußballer inthronisiert, nachdem sich die Violetten von Trainer Roman Herl getrennt hatten.

Text und Foto: Andi Bär

 
Neunsinger - noch nicht da und schon wieder weg

Mit einer spektakulären Meldung lässt unser Klassenkamerad TSG Thannhausen aufhorchen. Der Vertrag von Trainer Uwe Neunsinger wird nach dem Ablauf dieser Saison nicht verlängert.

Was ein an sich völlig normaler Vorgang in der Branche ist, entbehrt in Thannhausen nicht einer gewissen Situationskomik.

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Papi Henriques wechselt zum TSV Rain am Lech

papi2-kleinUnser ehemaliger Jugendspieler Papi Henriques geht ab sofort für unseren Ligakonkurrenten TSV Rain am Lech auf Torejagd. Der 21jährige Angolaner kickte bis zuletzt bei der zweiten Mannschaft des Zweitligisten FC Augsburg. Bei den Fuggerstädtern absolvierte der einstige Altstädter, der im erweiterten Kreis der angolanischen Nationalmannschaft steht, gleichzeitig eine kaufmännische Ausbildung und war in der Geschäftsstelle tätig.

Die Rainer gaben ausserdem bekannt, dass Cheftrainer Kurt Kowarz auch in der nächsten Saison verantwortlich für die Mannschaft sein wird.

Text und Foto: Andi Bär

 
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