Nach über sieben Monaten bestreitet die SpVgg Bayreuth am Ostermontag wieder ein Heimspiel im Hans-Walter-Wild-Stadion, wenn es um 14 Uhr gegen den Tabellenvorletzten SV Seligenporten geht. Die Altstädter wollen nach zuletzt zwei schwachen Auftritten mit einem Sieg die Abstiegszone auf Distanz halten.

Schon beim 0:2 beim FC Schweinfurt 05 vor zwei Wochen hatte die Mannschaft von Marc Reinhardt keine gute Figur abgegeben, die Leistung bei der deutlichen 0:3-Niederlage beim FV Illertissen am Gründonnerstag gehörte dann zu den schwächsten dieser Saison. „Das war ein enttäuschender Auftritt, die Niederlage war auch in der Höhe verdient“, fand Trainer Marc Reinhardt nach der Partie deutliche Worte. Vor allem das Zweikampfverhalten hat dem 31-Jährigen missfallen, schließlich sei seine Mannschaft „meistens nur hinterher gelaufen“. Alarmstimmung ist trotzdem nicht angebracht, schließlich beträgt der Vorsprung auf die Relegationsplätze noch immer komfortable sieben Zähler, zudem hat man das Nachholspiel gegen die schwächelnde Nürnberger Reserve in der Hinterhand. Dennoch: „Wir müssen nach den schwachen Leistungen das Ruder wieder herumreißen“, fordert Reinhardt.

War mit den letzten beiden Leistungen nicht zufrieden: SpVgg-Coach Marc Reinhardt.

Schlüsselspiel gegen Seligenporten

Das soll nun gegen den SV Seligenporten gelingen, gegen den man dabei auch eine fast schon unheimliche Serie beenden will: In elf Aufeinandertreffen mit den „Klosterern“ gelang schließlich kein einziger Sieg, auch das Hinspiel ging mit 1:4 klar verloren. „Gegen Seligenporten haben wir uns immer schwergetan, die Niederlage im Hinspiel gehörte auch nicht unbedingt zu unseren Glanzstunden“, sagt Reinhardt. Im Gegensatz zum damaligen Spiel, als man den Gegner nach deutlichen Siegen bei Nürnberg II und gegen Illertissen womöglich unterschätzt hatte, haben die Altstädter dieses Mal allerdings keinen Grund, Seligenporten auf die leichte Schulter zu nehmen. In den sieben Spielen im neuen Jahr holte der Aufsteiger zwar nur einen Sieg, zuletzt knöpfte der SVS Spitzenreiter Unterhaching und Ingolstadt II aber jeweils einen Zähler ab. Nun braucht die Mannschaft von Trainer Florian Schlicker wieder einen Sieg, um in Schlagdistanz der Konkurrenz zu bleiben und die Chance auf die Relegation zu wahren – aktuell sind es zwei Punkte Rückstand auf Relegationsplatz 16. „Für die geht es ums Überleben in der Regionalliga, sie werden alles ins Spiel werfen“, so Marc Reinhardt. „Wir müssen uns auf einen motivierten Gegner einstellen und auf jeden Fall an unserem Zweikampfverhalten arbeiten.“

Reinhardt freut sich auf die Rückkehr

In der Offensive hofft der Trainer, der wieder auf den zuletzt gelbgesperrten Flügelspieler Patrick Weimar zurückgreifen kann, auf mehr Akzente, nachdem sich seine Mannschaft in den letzten beiden Spielen praktisch keine Torchance herausspielen konnte. „Spielerisch müssen wir eine Schippe drauflegen.“ Vielleicht hilft dabei ja, dass die Altstädter nun endlich wieder in ihrem heimischen Stadion spielen können, in dem man zuletzt Anfang September gespielt hatte. „Natürlich freuen wir uns auf das Stadion, die letzten Monate waren für uns und für die Fans nicht immer leicht. Wir hoffen, dass uns viele Bayreuther unterstützen und wir eine ordentliche Leistung zeigen“, so Reinhardt.